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6x ganz heißer Indie aus England - Guile, Samsa, Deep Cut, Cut City, A Sunny Day |
26.06.2007
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Die Indie-Welt ist größer als man denken könnte - genau: noch größer! -
und lange nicht jede feine Single erscheint zwangsläufig auch in
Deutschland. Weil sich aber auch, manchmal gerade dort das Hinhören
lohnt, wo sich noch nicht allzu viele Menschen tummeln, gibt es auf
diesen Seiten in nicht ganz regelmäßigen Abständen, aber garantiert
einmal im Monat jeweils sechs Kurzrezensionen von in der Regel bislang
nicht in Deutschland veröffentlichten Platten von Bands, die jetzt noch
nicht jeder kennt, denen man aber durchaus später einmal wieder
begegnen
könnte. In diesem Sinne: Dabeisein ist alles - gerade von Anfang an...
 Den Einstieg machen diesmal die mittlerweile guten Bekannten Guile,
die auf diesen Seiten bereits mit ihrer Debütsingle "My Salvation/ You Had It All" sowie dem Follow-Up "Serendipity" vertreten waren.
Mit "Rock'n'Roll" steht nunmehr das EP-Debüt in den Startlöchern, aus
der während der nächsten Wochen zwei weitere Singles ausgekoppelt
werden
werden. Gut so, denn der Rave-Rock der Combo aus Cannock zwishen The
Verve und The Velvet Underground ist so gut wie eh und je und der
Plattendeal mit einem größeren UK-Label dieser Tage zum Greifen nah -
toitoitoi!Klassischen Indierock mit dramatischen Spannungsbrüchen spielen Samsa
aus dem gerade mächtig hippen Leeds auf ihrer neuen Single "To
Conquer". Fast noch schöner die zurückgenommene, sanfte B-Seite
"Another Night". Wer eine physische Copy der Single in seinem Besitz
wissen und sich nicht mit dem digitalen Download begnügen möchte,
beeilt
sich besser: die 7'' ist auf 500 Exemplare limitiert! .
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 Die letzte Single für heute ist ein echtes Prachtstück: "Commodity"
heißt das Debüt von Deep Cut auf dem Londoner Indie-/
Shoegazing-Label
Club AC30 und klingt als sei es ein übersehenes Juwel der frühen
Neunziger: verrauschter Mädchengesang zwischen Curve und Lush
zwischen verzerrten Gitarren und hallend-scheppernden Drums. Kein
Wunder
übrigens, immerhin wurden die Gitarren von Mat Flint eingespielt,
seines Zeichens Gründungsmitglied der Shoegazer Revolver, und die
Produktion der Single hat Death In Vegas-Hälfte Tim Holmes
produziert. Wahnsinnsteil!Ähnlicher Bandname, andere Musik: Cut City aus Göteborg
veröffentlichen mit "Exit Decades" ihr Debütalbum, das sich zwischen
den neuen Platten von Interpol und den Editors ganz ausgezeichnet
machen würde. Neun dunkelfarbene, begeisternd auf Zug gespielte und
deswegen erstklassig tanzbare New Wave-Nummern, sämtlichst mit
Potenzial
zum großen Hit. .
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 Zurück zum Shoegazing - um die schimmernde Schönheit der
schwindelerregenden Disharmonien von A Sunny Day In Glasgow aus
Philadelphia und ihrem Debütalbum "Scribble Mural Comic Journal" voll
erfassen zu können, sollte man allerdings durch Bands wie Medicine
oder My Bloody Valentine gut konditioniert worden sein. Nichts für
Anfänger.Zum Abschluss noch mal gute alte Freunde: Chris Olley, Sänger der
mittlerweile wieder vereinten Indiehelden Six By Seven,
veröffentlicht
mit seinem Elektronik-Nebenprojekt Twelve bereits seine dritte
Platte.
"03" ist anders als sein ebenfalls bereits hier vorgestellter
Vorgänger "Be Careful What You Don't Wish For" nun eine gänzlich
instrumentale Platte, für die Olley selbst die schönsten Worte gefunden
hat: "I wanted this music to focus on melody and repetition and beauty
and I wanted it to feel like the sound of a heartbeat lost in space, a
soundtrack to a film which hangs lost in time." Das ist vollstens
gelungen! Friedrich Reip
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http://www.guilemusic.com - http://www.myspace.com/abandcalledsamsa - http://www.myspace.com/thedeepcut - http://www.cut-city.com - http://www.asunnydayinglasgow.com - http://www.myspace.com/twelvemusic
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